hustle-and-bustle
Eine Social Software ist sicherlich eine tolle Sache und klingt auch in den ersten Präsentationen eigentlich für alle Beteiligten überzeugend. Und so kompliziert sieht die Bedienung auch gar nicht aus. Trotzdem werden oft Projekte gar nicht erst gestartet. Was lässt die Entscheider zweifeln und welche Wege gibt es?

Der Aufwand

Jede gute Beratung sollte thematisieren, dass eine Einführung ohne einen kulturellen Wandel nicht sinnvoll ist. Eine klassische Tool-Einführung mit Installation, Testbetrieb, Schulung und Inbetriebnahme wird alleine nicht ausreichen. Viel wichtiger ist eine Änderung von Verhaltensweisen im gesamten Unternehmen – ein neues “Mind-Set”.

Weiterhin sind Mehrwerte gegenüber bestehenden Software-Produkten zu finden. Nur weil eine neue Software “schicker” ist, werden sich Mitarbeiter nicht von gewohnten Produkten abwenden. Oft sind gewohnte Produkte vermeintlich einfacher zu bedienen. Die Vorteile eines “gemeinsam Arbeitens” sehen Mitarbeiter nicht.

Es sind sinnvolle Anwendungsfälle (Use Cases) zu identifizieren, im Tool zu einzurichten, eventuell Daten zu migrieren und die Mitarbeiter zu schulen. Dazu ist eine umfangreiche Vorbereitung und spätere regelmäßige Pflege einzuplanen. Nach Erfahrungen ist eine Projektlaufzeit von mindestens 6, eher 12 Monaten bis zur Freischaltung des Tools zu veranschlagen. 

Für diesen Projektteil müssen entsprechend Ressourcen zur Verfügung stehen. Meist sind die Ressourcen aber aktuell nicht vorhanden und das Projekt wird auf das Folgejahr verschoben. Bis dahin ist die Idee und die Begeisterung meist in Vergessenheit geraten.

Dazu kommt oft, dass auch die Unternehmensführung Bedenken hat, welche Veränderungen das Unternehmen durchmachen wird. Auch (oder gerade) Führungskräfte glauben an Fortschritt durch Stabilität.

Die Lösung

Basis für die Einführung der Software ist die Einleitung eines kulturellen Wandels. Der Wandel wird aber nicht durch das Tool erfolgen. Vielmehr ist der Wandel Basis für den erfolgreichen Einsatz des Tools.  

Somit kann dieser Wandel jederzeit – vollkommen unabhängig von der Softwareeinführung – initiiert werden. Der Wandel ist sogar unabhängig vom tatsächlich hinterher eingesetzten Tool. Bisherige Arbeitsweisen, das Kommunikationsverhalten, Führungsverhalten, Hierarchiedenken, fachliche Verantwortungen – alle diese Bausteine werden analysiert und es wird definiert, wie sich diese verändern können. Natürlich erst, wenn herausgearbeitet wurde, warum sich diese verändern sollen.

Es werden sich bereits in dieser Phase positive Veränderungen in der Zusammenarbeit aller Mitarbeiter zeigen.

Der behutsam eingeleitete Veränderungsprozess ist  jederzeit in der Geschwindigkeit und im Umfang veränderbar. Man arbeitet in kleinen Phasen. Nach jeder Phase werden die Ergebnisse analysiert und führen zu Nacharbeiten oder bestimmen die Vorgehensweise bei der nächsten Phase.

Da es sich um einen dauerhaften Veränderungsprozess handelt, gibt es kein klar definiertes Projektende und keinen fest definierbaren Aufwand.

Fazit

Eine Social Software einzuführen, ist kein normales Projekt. Die Einführung basiert auf einem dauerhaften Veränderungsprozess des gesamten Unternehmens. Dabei ist nicht wichtig, wie schnell man diesen Weg beschreitet und wie viele Ressourcen eingesetzt werden. Es zählt ausschließlich, dass man sich überhaupt auf den Weg macht. Davor muss nur die Erkenntnis stehen, dass man sich überhaupt auf den Weg machen möchte. Oft liegt hier die eigentliche Hürde.

Wenn man die erst einmal übersprungen hat, kann man sofort starten: genau heute. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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